Bilanz 2016

Ob Einwohnerversammlung, Nahversorgung, Projektförderung oder Innenstadtentwicklung: Für die Bürgerplattform Chemnitz-Mitte gab es 2016 viel zu tun. Welche Themen und Ereignisse haben uns im vergangenen Jahr besonders beschäftigt?

Einwohnerversammlung Chemnitz-Mitte

Bei der Einwohnerversammlung am 23. September 2016 haben wir uns als Bürgerplattform vorgestellt und mit ihr die Projekte, an denen wir beteiligt sind. Bereits im Vorfeld hatten wir gegenüber der Verwaltung auf Probleme und unsere Lösungsansätze hingewiesen. So setzen wir uns für mehr Rückzugs- und Spielräume auch im Stadtzentrum ein oder machten Vorschläge, wie die Bahnhofstraße entlastet werden könnte. Auch zu geplanten Baumaßnahmen und der damit verbundenen Belastung für Anwohnerinnen und Anwohner hatten wir ebenso Fragen, wie zur Zukunft des Getreidemarkts oder zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität auf dem Rosenhof. Nicht immer haben uns die Antworten der Stadt überzeugt, auch wenn natürlich nicht alle Probleme zeitnah zufriedenstellend gelöst werden können.

Versorgung im Stadtteil Kapellenberg

Gemeinsam mit der Bürgerinitiative Kapellenberg, einem Mitglied unserer Bürgerplattform, setzten wir uns auch im Jahr 2016 für eine bessere Nah- und Grundversorgung ein. Und im November, so schien es, gab es einen Etappensieg, als ein neuer Supermarkt im Stadtteil eröffnet wurde. Doch wie sich bereits im Dezember zeigte, war die Nachfrage geringer als erwartet. Und so ist auch das Angebot des Supermarktes wieder deutlich reduziert worden. Daher bleibt das Thema Grundversorgung im Stadtteil auch im Jahr 2017 auf unserer Agenda.

Viele Projekte

Mit unserem Bürgerbudget haben wir im Jahr 2016 wieder viele Unterfangen von BürgerInnen und Vereinen unterstützt. Dabei konnten wir alle zur Verfügung stehenden Mittel in die einzelnen Projekte fließen lassen. Beispielhaft möchten wir drei Projekte erwähnen, die einen guten Eindruck der Bandbreite der geförderten Projekte geben. So haben wir die Bürgerinitiative Reitbahnviertel gefördert, die auch in der zweiten Jahreshälfte 2016 wieder ein vielfältiges kulturelles Programm präsentieren konnte. Vielen Dank für so viel ehrenamtliches Engagement.
Wie schön interkulturelle Begegnungen sein können, zeigte sich, als der Familienverein für Groß und Klein seine Kennenlernmesse „meet new friends“ – „Triff neue Freunde“ im Sächsischen Museum für Archäologie veranstaltete. Ob alt oder jung, neu in der Stadt oder hier geboren: Es gab viel zu entdecken, zu spielen und auszuprobieren. Auch diese Veranstaltung hat die Bürgerplattform finanziell unterstützt und genutzt, um für mehr bürgerschaftliches Engagement zu werben. 2017 wollen wir uns noch weiter interkulturell öffnen.
Dank des Bürgerbudgets konnte die Jugendkirche am Park der OdF neue Bänke kaufen, die von den Parkbesuchern rege benutzt werden, wie uns berichtet wurde.

Stadtentwicklung

Auch 2016 haben wir lebhaft über Bauprojekte und andere Entwicklungen in der Innenstadt diskutiert, so natürlich auch über die Zukunft des Chemnitzer Viadukts. Bei einem Erörterungstermin der Landesdirektion im Dezember haben sich zwei unserer Mitglieder für den Erhalt des Viaduktes stark gemacht und Fragen zu weiteren Entwicklung und Bahnverkehrsanbindung in Chemnitz-Mitte diskutiert.
Die Bebauung des Parks vor der Stadthalle wurde gegen Ende des Jahres wieder Thema in der Presse. Obwohl es derzeit dafür wohl keine Mehrheit im Stadtrat gibt, machen sich vor allem Wirtschaftsverbände sowie ein bekannter Investor für eine Bebauung stark. Die Mitglieder der Bürgerplattform stehen diesem Anliegen eher kritisch gegenüber.
Da die Bürgerplattform nicht nur im Reitbahnviertel wirkt und arbeitet, engagieren wir uns auch für der Wiederbelebung des Spinnereimaschinenbaues in Altchemnitz in einer lokalen Arbeitsgruppe des URBACT-III-Netzwerkes. Im Oktober 2016 kamen Projektmitglieder aus den anderen europäischen Städten nach Chemnitz, um sich einen Überblick zur lokalen Entwicklung zu verschaffen.
Und auch in der AG Rad zur Umsetzung der Radverkehrskonzeption für Chemnitz 2020 sind wir dabei. Ziel ist es, den Anteil des Radverkehrs über verschiedene Maßnahmen wie ein gutes Radverkehrsnetz und bessere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder von 6 Prozent im Jahr 2008 auf 12 Prozent im Jahr 2020 zu verdoppeln. Ende Oktober traf sich die AG, um sich über den aktuellen Stand zu verständigen und die wichtigsten Projekte für die einzelnen Akteure zu ermitteln.

Bei Lebkuchen und Glühwein ließen wir das Jahr ausklingen.

Für 2017 haben wir uns vorgenommen, noch mehr Bürgerinnen und Bürger, Vereine und Initiativen im Stadtgebiet Chemnitz-Mitte zu aktivieren, die sich in der Bürgerplattform engagieren wollen, um so Bürgerbeteiligung zu fördern und als Träger öffentlicher Belange Politik und Verwaltung im Blick zu behalten. Viele neue Aufgaben und Projekte erwarten uns. Wenn sich Chemnitz als Kulturhauptstadt bewerben wird, werden wir uns einbringen.

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